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Meine Häkelanleitung für schmal zulaufende Schlauchketten (Verlaufskette)

 

Bei meiner schmal zulaufenden Kette habe ich 40cm Gesamtlänge in 7 Abschnitte geteilt:

Links drei Abschnitte, rechts drei Abschnitte und in der Mitte einen Abschnitt, der länger sein sollte, als die anderen.

 

Ich berechnete für die linke und rechte Seite je

5 cm mit 5 Perlen,

5 cm mit 6 Perlen,

5 cm mit 7 Perlen.

Für die Mitte 10 cm mit 8 Perlen Umfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf ein Muster wollte ich mich dabei nicht einlassen, so wählte ich eine fast einfarbige Kette. Ich mischte 25 Gramm 2,5 mm Rocailles aus den Perlmut-Farben beige (15 Gramm), rose, weiß und hellgelb - den Farben von Süßwasserperlen nachempfunden. Das Auffädeln gestaltete sich ohne Muster einfach: Alle Perlen auf beiges Häkelgarn Stärke 10 aufziehen; das war in knapp einer Stunde erledigt.

 

Echte Süßwasserperlen

 

Ich schlug 5 Luftmaschen an, schloss sie zu einem Kreis und häkelte 2-3 cm mit Kettmaschen im Kreis, erst mal ohne Perlen. Das ist meine Methode, dem schlimmsten Perlen-Kuddelmuddel am Anfang zu entkommen. Nachdem ich ein greifbares Stück Garnschlauch in der Hand hatte, häkelte ich 5 cm Perlenschlauch mit 5 Perlen im Kreis.

Meine Süßwasser-Mischung

(Meine Häkeltechnik ist links neben der Perle einzustechen und mit Kettmaschen zu arbeiten. Siehe Häkelanleitung für Schlauchketten.)

 

ZUNEHMEN: Zum Übergang von 5 auf 6 Perlen stach ich mit der Häkelnadel zwischen zwei vorhandene Perlen und befestigte eine neue Perle dazwischen. 

Verschiedene Versuche scheiterten, die neue Perle zu befestigen, sie saß zu locker und baumelte unschön am Kettenschlauch herum. Ich entwickelte folgende Vorgehensweise: In den Faden stechen, der in die rechts von der Häkelnadel liegende Perle (1) führt. Zusätzlich in den Faden stechen, der in die unter der Häkelnadel liegende Perle aus der Vorrunde (2) führt. Es befinden sich jetzt neben der üblichen Häkelschlaufe 2 neue Schlaufen vorn auf der Häkelnadel. Eine Perle zur Häkelnadel hinunterschieben, den Faden hinter der Perle holen und durch die ersten zwei Schlaufen ziehen, dann den Faden noch mal holen und durch die restlichen Schlaufen ziehen, im Prinzip einer festen Masche. Aber lasst euch davon nicht verwirren, befestigt eure Perle einfach so, wie es euch sinnvoll erscheint. Nur falls ihr unzufrieden seit, probiert meine oder andere Methoden.

 

 

ABNEHMEN: So arbeitete ich mich Abschnitt für Abschnitt weiter vor, bis es nach 10 cm mit 8 Perlen zum ersten Mal notwendig war, die Anzahl der Perlen zu reduzieren, das heißt eine Perle "fallen zu lassen".

Eine Perle zu überspringen sah optisch nicht gut aus. Ich häkelte stattdessen zwei Rocailles zusammen, soll heißen: Ich stach mit der Häkelnadel wie üblich links neben der Perle (1) durch und machte dies sofort bei der nächsten Perle (2). Dann schob ich eine neue Perlen vom Knäul an die Häkelnadel heran, holte den Faden und zog ihn durch alle Schlaufen, womit ich eine neue Perle auf zwei alte Perlen (1+2)  setzte. Auch hier gilt: Eine Anleitung kann alles nur noch schwieriger machen. "Verliert" eure Perle also so, wie ihr es euch denkt, probiert obige Methode nur, wenn ihr unzufrieden seit.

Ich reduzierte in den oben genannten Abständen von 8 auf 7, auf 6, auf 5 und dann war die Kette - nach zwei gemütlichen Abenden - fertig.

 

 

Insgesamt bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine schmal zulaufende Kette bei mir gut aussieht und ich werde mir mehr davon machen.

Wobei ich mir vorstellen kann, die Anzahl der Perlen im Mittelstück auf 9 zu erhöhen.

Obwohl ich nie eine Schlauchkette aus 9 Perlen im Umfang tragen würde. Das wäre mir viel zu wulstig.

Bei dieser schmal zulaufenden Kette darf man meines Erachtens jedoch im wahrsten Sinne des Wortes "dicker auftragen".